Prof. Karl-Heinz Spitzer verabschiedet

Der Experte für metallurgische Prozesstechnik ist nach 45 Jahren an der Technischen Universität Clausthal mit dem Ende des Wintersemesters in den Ruhestand getreten.

„Sie zählen zu den Urgesteinen unserer Universität. Respekt für 45 Dienstjahre in Forschung, Lehre und Transfer an der TU Clausthal.“ Mit diesen Worten überreichte Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer die Verabschiedungsurkunde an Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Spitzer aus dem Institut für Metallurgie.

Karl-Heinz Spitzer, aufgewachsen in Lippstadt, hat an der Universität Bielefeld Mathematik und Physik studiert. Nach seinem Diplom kam er 1980 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die TU Clausthal und promovierte 1985 mit einer Arbeit über die Erstellung eines mathematischen Modells für das elektromagnetische Rühren beim Stranggießen von Stahl. Der Werkstoff Stahl, neue Stahlrezepturen und Herstellungsverfahren für Hochleistungsstähle ließen den Forscher fortan nicht mehr los. Im Jahr 2014 wurde Prof. Spitzer mit dem Verbundprojekt „Horizontales Bandgießen von Stahl – neue Hochleistungswerkstoffe ressourcenschonend herstellen“ zusammen mit den Partnern Salzgitter Flachstahl GmbH und SMS Siemag AG für das Finale des Deutschen Zukunftspreises nominiert. Die Auszeichnung nahm er in Berlin aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck entgegen.

Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut

„Es gab natürlich Angebote, in die Industrie zu wechseln. Aber ich habe es nie bereut, der Wissenschaft treu geblieben zu sein, denn die Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut“, sagte Prof. Spitzer bei seiner Verabschiedung im Kreis von mehreren Kollegen.

Sein wissenschaftliches Renommee zeigte sich auch daran, dass er in das Fachkollegium „Rohstoffe, Material- und Werkstoffwissenschaften“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt wurde, gewissermaßen in das Parlament der deutschen Wissenschaft. An der TU Clausthal leitete er mehrfach das Institut für Metallurgie und brachte sich in die akademische Selbstverwaltung auch als Senatsmitglied ein.

Ganz wird Prof. Spitzer, der mit seiner Familie in Clausthal-Zellerfeld lebt, die Universität noch nicht verlassen. Durch einzelne Forschungsprojekte und die Betreuung von Doktoranden wird er im Institut für Metallurgie noch des Öfteren zu sehen sein. 

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
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E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

 

 

 

Prof. Karl-Heinz Spitzer hat nach 45 Jahren an der TU Clausthal die Verabschiedungsurkunde von TU-Präsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer entgegen genommen. Foto: Christian Ernst